Intermittierendes Fasten: moderne Fastenmethode, die das Abnehmen erleichtert

Beim intermittierenden Fasten handelt es sich nicht um eine neue Diät, sondern um einen bestimmten Essrhythmus. Verglichen mit dem echten Fasten wird beim intermittierenden Fasten aber sehr wohl gegessen, allerdings nur in bestimmten zeitlichen Abständen. Mit dieser modernen Fastenmethode sollen das Abnehmen und die Fitness erleichtert und das Risiko für bestimmte Krankheiten gemindert werden.

Das Prinzip des intermittierenden Fastens

Frau die fastetDer Begriff "intermittierend" bedeutet übersetzt so viel wie „unterbrechen“ oder „aussetzen“ und bezieht sich auf den Zeitraum, indem gefastet oder gegessen wird. Abhängig vom Zweck der Diät, dem Alter und Wohlbefinden des Fastenden kann jeden Tag zwischen 16 und 24 Stunden auf die Nahrungsaufnahme verzichtet werden. Beim intermittierenden Fasten entscheidest du selbst, wie lange und wie oft du fasten willst. Wichtig ist dabei nur, dass du den vorher festgelegten Fastenzeitraum genau einhältst und nicht durch Essen unterbrichst.

Das intermittierende Fasten ist eigentlich keine neue Methode zur Gewichtsreduktion, sondern existiert im Grunde genommen schon seit der Steinzeit. In früheren Zeiten war die Nahrung für die Menschen nicht jederzeit zugänglich. Jäger und Sammler waren darauf angewiesen, auf die Jagd zu gehen oder reife Früchte zu ernten, um ihre Mahlzeiten zubereiten zu können. Ein vorübergehender Nahrungsverzicht war meist dadurch bedingt, dass keine geeignete Nahrung gefunden oder kein Wildtier erledigt wurde.

Dadurch wurden die Menschen robuster und litten nicht unter Übergewicht oder ernährungsbedingten Erkrankungen. Der bewusste Verzicht auf Nahrung entlastet den Körper, der sich für eine bestimmte Zeitspanne nicht mit der Verdauung von Nahrungsmitteln beschäftigen muss. Das Prinzip des intermittierenden Fastens ist einfach: du verlängerst einfach den Zeitraum zwischen den einzelnen Mahlzeiten und verzichtest beispielsweise zwischen Frühstück und Abendessen komplett auf Nahrungsmittel.

Intermittierendes Fasten und der Verzicht auf das Frühstück

Die populärste Variante beim intermittierenden Fasten besteht im Verzicht auf das Frühstück. Demnach ist das Mittagessen die erste Mahlzeit des Tages, nachdem um 20 Uhr am Vorabend das Abendessen beendet wurde. Der Körper profitiert dadurch von einer 16-stündigen Fastenperiode, auf die eine 8-stündige Phase der Nahrungsaufnahme folgt.

Natürlich kannst du dich auch für eine andere Variante des intermittierenden Fastens entscheiden, wenn du überflüssige Pfunde verlieren, Übergewicht abbauen oder etwas für deine Figur tun möchtest. Zu den weiteren Formen des intermittierenden Fastens zählen das sogenannte 24-Stunden-Fasten, bei dem nur eine Mahlzeit pro Tag gegessen wird oder die Methode, bei der ein Tag ohne jede Mahlzeit mit einem Tag mit Essen abwechselt. Für Einsteiger, die das intermittierende Fasten zum erstenmal ausprobieren, ist der 16/8 Rhythmus am besten geeignet.

Diese Form des intermittierenden Fastens wird auch als „Leangains-Prinzip“ bezeichnet und eignet sich vor allem für Fitness-orientierte Menschen und Kraftsportler, die Muskelmasse aufbauen wollen. Zum Abbau von Übergewicht sind auch Fastenperioden von 20/4 oder 6/12 geeignet, allerdings erfordern diese Formen des intermittierenden Fastens sehr viel Disziplin und dürfen nur über einen kurzen Zeitraum durchgeführt werden.

Fit und leistungsfähig durch intermittierendes Fasten

Intermittierendes Fasten hält den Körper fit und kurbelt den Stoffwechsel an. Normalerweise beginnt die Fettverbrennung erst circa 6 bis 8 Stunden nach einer Mahlzeit. Durch die darauffolgende Mahlzeit werden diese wichtigen Prozesse im Körper jedoch unterbrochen. Beim Essen produziert die Bauchspeicheldrüse Verdauungsenzyme und sorgt dafür, dass genügend Insulin ausgeschüttet wird. Bei häufigen Mahlzeiten reagieren die Zellen immer weniger auf die Wirkung des Insulins.

Wenn sich dauerhaft zu viel Insulin im Blut befindet, kann es zu einer Insulinresistenz und damit zu einer Vorstufe von Diabetes kommen. Intermittierendes Fasten schont die Bauchspeicheldrüse, die dann nicht mehr so häufig Hormone zur Regulierung des Blutzuckerspiegels produzieren muss. Regelmäßige Fastenperioden beim intermittierenden Fasten haben auch positive Wirkungen auf das Nervensystem.

Da im Gehirn ständig neue Nervenzellen produziert werden, können beim intermittierenden Fasten auch Risikofaktoren für altersbedingte Krankheiten reduziert werden. Gleichzeitig werden durch das intermittierende Fasten auch Entzündungsprozesse gehemmt und die Cholesterinwerte im Blut verbessert. Ernährungsfachleute vermuten, dass eine Ernährungsweise wie das intermittierende Fasten sogar lebensverlängernd wirken kann.

So kannst du durch intermittierendes Fasten abnehmen

Wenn du gesund abnehmen willst, solltest du auf zu üppige Mahlzeiten verzichten und lieber kleine Portionen zu dir nehmen. Beim intermittierenden Fasten kommt es zwar nicht darauf an, bestimmte Lebensmittel vom Speisezettel zu streichen, dennoch sollten Fast Food, Süßigkeiten und fettreiche Nahrungsmittel nur in Maßen verzehrt werden. Der Körper gewöhnt sich schnell an die veränderten Essgewohnheiten und beginnt nach ein paar Tagen, die Fettdepots zur Energiegewinnung zu nutzen.

Deshalb kannst du beim intermittierenden Fasten in relativ kurzer Zeit überflüssige Pfunde verlieren, ohne eine strenge Diät einzuhalten. Für die Fettverbrennung ist das intermittierende Fasten sogar ein sehr effektives Hilfsmittel. Beim intermittierenden Fasten lernst du, disziplinierter und bewusster zu leben und deine Mahlzeiten zu genießen. Der Körper ist bald wieder in der Lage, Appetit von echtem Hunger zu unterscheiden. Zu Beginn solltest du die nahrungsfreien Zeiträume beim intermittierenden Fasten möglichst kurz halten, solange bis sich dein Körper an die neue Ernährungsform gewöhnt hat.

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